Nahezu jeder Deutsche trägt Glyphosat in sich

Glyphosat im Bier – diese Meldung schreckte vor einigen Tagen viele Verbraucher auf. Der umstrittene Unkrautvernichter ist aber nicht nur in zahlreichen Nahrungsmitteln nachweisbar, sondern auch bei vielen Menschen. Das geht aus einer Erhebung der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung hervor.

So gut wie alle Menschen in Deutschland tragen Glyphosat in sich. Das ist das Ergebnis einer Aktion der Bürgerinitiative Landwende. Die Initiative ließ 2009 Urinproben von Freiwilligen aus ganz Deutschland analysieren. Das Ergebnis: Nur bei acht Probanden, das entspricht 0,4 Prozent, ließen sich keine Rückstände des Pflanzengiftes nachweisen.

Landwirt versprüht Pestizid auf dem Feld (Archivbild) | Bild: picture-alliance/dpa
Landwirt versprüht Pestizid auf dem Feld (Archivbild) | Bild: picture-alliance/dpa

Oft über dem Grenzwert für Trinkwasser

Bei 75 Prozent der Proben war die Belastung mit Glyphosat sogar fünfmal so hoch wie der Grenzwert für Trinkwasser. Männer sind dabei stärker belastet als Frauen, Kinder und Jugendliche stärker als andere Altersgruppen. Bei Vegetariern und Veganern finden sich weniger Rückstände im Urin als bei Menschen, die auch Fleisch essen.

Allerdings halten sich die Studienleiter mit Schlussfolgerungen zurück. Die Ergebnisse, so die Mikrobiologin Monika Krüger, machten vor allem deutlich, dass weitere Untersuchungen über Wirkungen und Folgen von Glyphosat nötig seien.

http://www.br.de/nachrichten/glyphosat-pflanzengift-urin-100.html

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8 Kommentare

  1. Ist das nicht erschreckend!?! Habs heute morgen auch im Radio gehört, dass die Belastung viel viel höher ist als angenommen. Gut,war aber irgendwie zu erwarten. Ich frag mich was da noch alles so rauskommt in nächster Zeit. Irgendwie scheint echt alles krebserregend zu sein.
    Die Ärztekammern freuen sich !

    ….am besten also doch auf ne einsame Insel ziehen und nur noch von Kokosnüssen ernähren..

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  2. So erschreckend, da fragt man sich was man überhaupt noch essen kann?!
    Und was Essen eigentlich die Leute, die Wissen wie viel Glyphosat man beim Verzehr gewisser Lebensmittel aufnimmt. Oder scheißen sie einfach drauf? .. Viele Fragen, mir Fehlen trotzdem einfach die Worte!

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    • Ich glaube man sollte (leider) ständig hinterfragen was man noch essen kann 😦
      Ich könnte mir vorstellen, Glyphosat sickert bis ins Grundwasser, somit ist vermutlich auch Gemüse, das man im eigenen Garten anbaut EVENTUELL davon betroffen …

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      • Ich denke auch. Wir z.B. hatten Zuhause einen eigenen Gemüsegarten. Seit aber ein Saatgutzüchter die Felder bei uns im Umkreis alle bewirtschaftet hat, brauchten wir auch schon keinen Dünger mehr und hatten trotzdem keine großen Probleme mit Unkraut und Ungeziefer. Da meinte meine Oma schon, wer weiß was da alles in unser Wasser gesickert ist. Vor einige Jahren/Jahrzehnten war das noch nicht.. Also kann man sich nicht mal mehr als „Selbstversorger“ da sicher sein, schade!

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