Kaum Glyphosat im österreichischen Bier

Anlässlich der Untersuchung des Umweltinstituts München, das 14 deutsche Biermarken auf Glyphosat untersuchte und überraschende Belastungen feststellte, gingen bei uns viele Anfragen ein, wie es denn um die Reinheit des österreichischen Biers bestellt sei.

Wir kauften umgehend neun verschiedene österreichische Biersorten ein und ließen diese von der GBA Gesellschaft für Bioanalytik auf Glyphosat-Rückstände untersuchen.

Sikkations-Verbot wirkt: Österreichisches Bier deutlich geringer belastet als deutsches

Das Ergebnis: In fünf österreichischen Bieren, also mehr als der Hälfte der von uns untersuchten Marken, war Glyphosat nicht nachweisbar. In den restlichen vier Bieren fanden wir Spuren des Unkrautvernichtungsmittels (durchschnittliche Belastung: 3,7 µg). Diese lagen aber deutlich unter den deutschen Durchschnittswerten (durchschnittliche Belastung: 11,6 µg).

Valide Aussagen über die Qualität einzelner untersuchter Marken lassen sich allerdings aufgrund des geringen Probensamples (nur eine Flasche je Marke) nicht ableiten.

Dennoch ist das Gesamtbild unserer kurzfristigen Bier-Stichprobenuntersuchung durchaus stimmig: Denn die deutlich geringere Glyphosat-Belastung in österreichischen Bieren dürfte damit zu tun haben, dass Österreich im Juni 2013 die Sikkation, also das “Totspritzen“ von erntefertigem Getreide mit Glyphosat, verboten hat. Seither weisen österreichisches Getreide und die daraus hergestellten Erzeugnisse wie Brot, Teigwaren und eben auch Bier fast keine Glyphosatbelastungen mehr auf.

Dass das nicht bei allen getesteten Bieren so ist, liegt wohl daran, dass laut Auskunft der österreichischen Brauunion rund 20% der Gerste, die in österreichischem Bier landet, importiert wird. Damit nicht nur unser Bier, sondern alle Lebenmittel, sowie Grundwasser und Flüsse in Zukunft frei von Glyphosat sein können, muss ein gesamteuropäisches Verbot her! Glyphosat ist von der WHO als wahrscheinlich beim Menschen krebserregend eingestuft worden. Weil die EU aber entgegen ihrer eigenen Gesetze eine Zulassung plant, haben wir Strafanzeigen eingebracht: näher Infos hier.

Übrigens: Ein wichtiger Grund, weshalb Österreich, anders als die meisten europäischen Länder, das Totspritzen von Getreide mit Glyphosat verboten hat, ist die von uns im Frühjahr 2013 durchgeführte Untersuchung, die Glyphosat-Rückstände im Harn zahlreicher ÖsterreicherInnen nachgewiesen hat. Diese Körperbelastungen ließen sich nur über die Aufnahme durch Lebensmittel erklären.

Alle Ergebnisse unseres Bier-Tests finden Sie hier:

Glyphosat-Rückstände in österreichischem Bier

Glyphosat Rückstände in deutschem Bier

https://www.global2000.at/kaum-glyphosat-im-%C3%B6sterreichischen-bier

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s