Datenschutz? Fehlanzeige! Windows 10 trackt Nutzer trotz Privatsphäre-Einstellungen

Dass Windows 10 keinen großen Wert auf den Datenschutz seiner Nutzer legt, ist bekannt. Aber selbst das versierte Ausnutzen aller Privatsphäre-Einstellungen hält Microsoft nicht vom Tracking ab, wie dieser Nutzerbericht zeigt.

Datenkrake: Windows 10 trackt trotz aller Gegenmaßnahmen weiter. (Bild: Microsoft)
Datenkrake: Windows 10 trackt trotz aller Gegenmaßnahmen weiter. (Bild: Microsoft)

Windows 10: Datensammeln kaum abschaltbar

Schon kurz nach dem Launch von Windows 10 mehrten sich Berichte über dieDatensammelwut des neuen Microsoft-Betriebssystems. Bisher galt aber, dass sich das Tracking mit einem geschickten Ausnutzen der Privatsphäre-Einstellungen verhindern lassen könnte. Der mittlerweile gelöschte Bericht des Voat-Nutzers CheesusCrust zeigt aber, dass das nicht stimmt.

CheesesCrust hat getestet, wie wirksam die zahlreichen Anleitungen zum Datenschutz wirklich sind. Dazu hat er Windows 10 Enterprise über eine Virtualisierungssoftware auf einem Linux-Laptop zum Laufen gebracht. Anschließend hat er – den entsprechenden Anweisungen folgend – alle zugänglichen Tracking- und Telemetrie-Features auf Windows 10 ausgeschaltet, um anschließend in der Nacht den Netzwerk-Traffic zu überwachen.

Ergebnis: Das angeblich Tracking-freie Windows-10-Gerät hat innerhalb von acht Stunden versucht, 5.500 Verbindungen zu 93 verschiedenen IP-Adressen herzustellen. 4.000 der Verbindungsversuche und 51 der IP-Adressen waren Windows oder Microsoft zuzuordnen. Nach 30 weiteren Stunden kamen Verbindungen zu 113 weiteren nicht-privaten IP-Adressen dazu – ein Einfallstor auch für Man-In-The-Middle-Angriffe.

Tracking bei Windows 10 trotz Anti-Tracking-Tool

Auch als CheesusCrust das eigens für Datenschutzzwecke bei Windows 10 erstellte Tool DisableWinTracking einsetzte, waren die Ergebnisse weiter erschreckend. Trotz des zusätzlichen Tracking-Schutzes versuchte sich das Gerät innerhalb eines Zeitfensters von 30 Stunden knapp 2.800 Mal zu insgesamt 30 eindeutigen IP-Adressen zu verbinden.

Ebenfalls beunruhigend für Windows-10-Nutzer ist, dass CheesusCrust zum Testen die Enterprise-Version nutzte, die vergleichsweise viele Einstellungsmöglichkeiten für die Privatsphäre bietet. Dass Microsoft nach eigenen Angaben  die bei Windows 10 erhobenen Daten (auch) zur Verbesserung und Personalisierung der Nutzererfahrungen einsetzt, dürfte da ein schwacher Trost sein.

http://t3n.de/news/windows-10-privatsphaere-679238/?utm_content=buffer5af51&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

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