Japan fährt zweiten Reaktor hoch

Japan nimmt nach der Fukushima-Katastrophe nun auch den zweiten Atomreaktor in Sendai wieder in Betrieb. Der erste Reaktor in der Anlage ist bereits im August hochgefahren worden. Atomkraft-Gegner zeigen sich über diesen Schritt besorgt.

Die Japaner haben nun auch den zweiten Reaktor in Sendai wieder hochgefahren.
(Foto: imago/Kyodo News)

Viereinhalb Jahre nach der Kraftwerkskatastrophe von Fukushima fährt Japan einen weiteren Atomreaktor hoch. Der Betreiberkonzern Kyushu Electric Power schaltete den Block 2 des Atomkraftwerks Sendai wieder ein. Das Kernkraftwerk liegt rund 1000 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tokio. In der Anlage war bereits Mitte August der erste Reaktor wieder angefahren worden.

Als Konsequenz aus der Katastrophe in Fukushima vom 11. März 2011 hatten rund zwei Jahre lang alle 48 Reaktoren in Japan stillgestanden. Das AKW Sendai war das erste, das im September 2014 die nach der Fukushima-Katastrophe eingeführten neuen Sicherheitsauflagen erfüllt hatte. Die Regierung nennt die Auflagen die „strengsten der Welt“. Eine Mehrheit der Japaner lehnt eine Rückkehr der Nummer drei der Weltwirtschaft zur Atomkraft jedoch ab. Die Gegner fürchten Erdbeben- und Vulkanrisiken in der Gegend.

Japan will bis zum Jahr 2030 bis zu 22 Prozent seiner Energie wieder aus Atomstrom beziehen. Dass die konservative Regierung zur Nuklearenergie zurückkehrt, hat vor allem wirtschaftliche Gründe: Japan kämpft mit Handelsdefiziten, vor allem wegen der hohen Kosten für fossile Brennstoffe.

http://www.n-tv.de/politik/Japan-faehrt-zweiten-Reaktor-hoch-article16142431.html

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