von unbedenklich bis krebserregend …

Für die EU ist das Spritzmittel Glyphosat unbedenklich, für die WHO „wahrscheinlich krebserregend“

Foto: http://www.regenwald.org

Glyphosat ist ein Milliarden-Geschäft
Glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel (z. B. Roundup) sind sog. Breitbandherbizide, also Unkrautvernichtungsmittel, die für fast alle Pflanzenarten giftig sind. Hersteller ist der Saatgut- und Gentechnik-Konzern Monsanto mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri.
Herbizide, die den Wirkstoff Glyphosat enthalten, werden in fast allen Gartencentern und Baumärkten zur Unkrautvernichtung angeboten. Und vor allem in der industriellen Landwirtschaft wird der Stoff weltweit großflächig versprüht. Schon seit längerem besteht der Verdacht, dass dieses Pflanzengift auch für Totgeburten und Missbildungen bei neugeborenen Menschen und Tieren verantwortlich sein könnte.

Glyphosat ist so weit verbreitet, daß es sich im Körper der meisten Menschen nachweisen läßt. 182 Urinproben
von Menschen aus 18 europäischen Ländern wurden in einem unabhängigen Labor in Deutschland auf Glyphosat untersucht. In 45 Prozent aller Proben wurde Glyphosat nachgewiesen, in Malta in 90 Prozent der Proben, in Mazedonien in 10 Prozent. Österreich liegt mit 30 Prozent belasteter Harnproben im unteren Drittel.

Glyphosat – Hochtoxisch für Gewässer
Es regnet und das Glyphosat wird von Ihren Wegen in den nächsten Weiher gespült. Glyphosat ist für Gewässer hochtoxisch. Je nach Dosis vernichtet Glyphosat im Wasser nahezu alles, was darin lebt und wächst – ob nun Fische, Molche, Frösche, Libellenlarven, Algen oder Wasserpflanzen.
Was einen Frosch tötet, geht auch am Menschen nicht spurlos vorüber

Glyphosat-Rückstände
Glyphosat-Rückstände tauchen in allen Grundnahrungsmitteln auf: In Weizen und somit in vielen Mehlprodukten (Teig- und Backwaren), in Mais, Soja und Zucker. Stichproben ergaben Rückstände in Haferflocken.
Glyphosat übersteht auch den Backprozess. Die Nachweise in Brötchen zeigen, dass das Herbizid durchaus bei Backtemperaturen stabil bleibt. Insofern sind wahrscheinlich auch Brot, Gebäck und weitere Backwaren mit Glyphosatspuren verunreinigt.

Natürlich sickert das Mittel auch ins Grundwasser und gelangt auf diese Weise früher oder später ins Trinkwasser.

14.06.2015: Frankreich schränkt Glyphosat-Verkauf ein

Roundup-Spritzflasche für den Privatgebrauch, Produktfoto von www.pflanzenschutz.deKein „Roundup“ mehr in Gartenzentren: Frankreich verbietet nun den Verkauf des bekannten Produktes „Roundup“ in Gartenzentren.

Die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA überprüft momentan die Zulassung von Glyphosat und will noch in diesem Jahr entscheiden, ob der Einsatz des Pestizids begrenzt werden soll.

In Deutschland fordern fünf rot-grün regierte Länder von der Bundesregierung bis September eine Studie über die Belastung von Lebensmitteln mit Glyphosat.

 

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2 Kommentare

  1. Und die Landesverbraucherminister haben von der Bundesregierung aufgrund der Proteste der Öffentlichkeit gefordert, Glyphosat für den Privatverbrauch und auf öffentlichen Plätzen zu verbieten. Dieser Teilerfolg wird als ziemlich bedeutsam eingestuft, weil er wohl ziemlichen Einfluss auf die nächste Zulassungsrunde haben wird. Dem Zeug geht es also endlich an den Kragen. Yeeeea-ha!

    LG Zora

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