Eier aus Käfighaltung würdest du niemals kaufen? Trotzdem landen sie in deinem Einkaufswagen…

Für die meisten Menschen ist mittlerweile selbstverständlich: Tiere sind unsere Mitgeschöpfe und nicht einfach Essenslieferanten oder gar Sachen. Viele Verbraucher machen sich über die Haltung von „Nutztieren“ Gedanken. Immer mehr werden Vegetarier, Veganer oder wollen zumindest darauf achten, dass Fleisch oder andere tierische Produkte von Tieren aus akzeptablen Haltungsbedingungen stammen. Tierquälerische Massentierhaltung lehnen die meisten Menschen ab.

Besonders traurigen Ruhm haben in diesem Zusammenhang die Bilder von Hühnern, die in engen Käfigen gehalten werden, erlangt. Auch wenn die klassische Form der Käfighaltung seit 2012 verboten ist und der so genannten „Kleingruppen-Haltung“ gewichen ist, handelt es sich immer noch um Käfighaltung. Denn das, was sich im ersten Moment wie das lustige Leben von Hühner-Kommunen anhört, stellt in Wahrheit kaum einen Unterschied zur herkömmlichen Käfighaltung dar: Statt knapp einem DIN-A-4-Blatt hat jedes Tier nun eine Fläche von eineinhalb DIN-A-4-Blättern zur Verfügung.

Niemand kauft mehr Käfig-Eier. Wirklich?

Immer weniger Konsumenten greifen zu Eiern aus Käfig- oder „Kleingruppen-Käfig“-Haltung. Fast niemand kann sich noch vorstellen, solche Eier zu verzehren. Umso erstaunlicher, dass immer noch fast 5 Millionen Hühner in Deutschland in Käfigen leben müsen – das sind 12 Prozent aller hier gehaltenen Hühner und sogar mehr als in Bio-Haltung!

Wie ist das möglich? Ist das Bekenntnis zum Tierschutz für viele Menschen doch nur ein Lippenbekenntnis? Die Antwort ist so simpel wie erschreckend: Die meisten Käfigeier werden gar nicht bewusst gekauft, sondern landen ohne Wissen der Verbraucher im Einkaufskorb oder auf dem Esstisch. Wie das geht? Im Unterschied zu frischen Eiern müssen Käfigeier in verarbeiteten Lebensmitteln oder in der Gastronomie überhaupt nicht gekennzeichnet werden. Beim Einkauf von Produkten wie Nudeln, Kuchen und Eis oder beim Hotel- und Restaurantbesuch hat man also kaum eine Chance zu erkennen, aus welcher Haltung die Eier stammen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es sich um Käfig-Eier handelt.

Kennzeichnungslücke schließen!

Wir von foodwatch fordern, dass die Kennzeichnungslücke bei „versteckten“ Käfig-Eiern geschlossen wird. Verbraucher müssen die Möglichkeit haben, sich ihrem Gewissen entsprechend zu entscheiden. Niemand darf gezwungen werden, unwissentlich vermeidbares Leid von Tieren zu verursachen.

foodwatch fordert deshalb: Käfigeier dürfen uns Verbrauchern nicht untergejubelt werden. Wir müssen die Möglichkeit haben, Eier aus Käfighaltung abzulehnen. Es muss eine klare Kennzeichnung für alle Lebensmittel geben – wo Käfigeier drin sind, muss es auch drauf stehen!

Unterstützt du uns in unserem Protest?

80 Prozent der Verbraucher wünschen sich einer repräsentativen Umfrage zufolge eine klare Kennzeichnung von Käfig-Eiern. Doch die Politik stellt sich taub. Wir möchten, dass die Politik das Thema wieder auf die Tagesordnung setzt und ein Verbot ungekennzeichneter Käfigeier vereinbart. Du kannst uns dabei helfen: Werde jetzt Förderer/Förderin von foodwatch! In unseren Kampagnen steckt eine Menge Arbeit, Marktanalysen, Informationsmaterial, juristische Gutachten, politische Lobbyarbeit und Aktionen. All das will bezahlt werden.

Liebe foodwatch-„Fans“, wir wissen: Die Politik reagiert nur auf Druck. Mit unserer Kampagne können wir den Finger in die Wunde legen. Aber dafür brauchen wir deine Unterstützung. Werde jetzt ein Teil von foodwatch!

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