In Kanada beginnt die blutige Jagd auf Robben

Es gibt weltweit kaum noch Märkte für Robbenprodukte. Dennoch hat in Kanada die blutige Jagd auf die Meeressäuger begonnen. Laut Regierung ist sie für viele Küstenbewohner überlebenswichtig.

Foto: pixabay.com

Sie gilt Tierschützern als Relikt aus Zeiten, als Jäger und Fischer noch von ihr leben konnten: Im kanadischen Neufundland hat erneut die kommerzielle Robbenjagd begonnen.

In den nächsten Wochen dürfen laut der vom kanadischen Fischereiministerium verabschiedeten Quote 400.000 Sattelrobben getötet werden. Die Humane Society International, von der auch diese Bilder stammen, teilte mit, dass die Robbenjagd mittlerweile zu großen Teilen nur noch durch die Subventionen der kanadischen Regierung am Leben erhalten wird. Die mehr als 400 Jahre alte Tradition werde nur noch von einem Bruchteil der Jäger ausgeführt, da die Märkte für Robbenprodukte in den USA, Russland und weiten Teilen Europas nicht mehr zugänglich seien. In den letzten Jahren wurde wegen der Handelsbeschränkungen die Quote bei der Robbenjagd nicht annähernd ausgeschöpft. Die kanadische Regierung kämpft derzeit vor der Welthandelsorganisation gegen das Handelsverbot für Robbenprodukte. Sie unterstützt die Jagd weiterhin mit der Begründung, sie sei human, nachhaltig sowie wirtschaftlich sinnvoll und vor allem überlebenswichtig für viele Küstenbewohner. Tierschützer kritisieren neben den Tötungsmethoden vor allem, dass die Zahl der Sattelrobben in den letzten Jahren auf Grund des Abschmelzens des Eises in der Region rapide gesunken sei.

 

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