Tepco öffnet internationalen Medienberichten zufolge offenbar in Fukushima alle Schleusen

Fukushima: Plant Tepco großflächige radioaktive Meeres-Verseuchung?

Der japanische Atomkonzern Tepco öffnet internationalen Medienberichten zufolge offenbar in Fukushima alle Schleusen: 400.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser werden laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung ab heute aus Sicherheitsbehältern in den Pazifik abgeleitet, weil die Firma Tepco das Wasser nicht mehr in den eigens gebauten Behältern lagern kann. Die Öffnung der Schleusen sei die billigste Variante – für Tepco. Das berichten japanische, deutsche und britische Medien (Links siehe unten).

Wenn das stimmt, wäre das ein globales Umweltverbrechen mit dramatischen Folgen für das gesamte Ökosystem des Planeten. Das ist keine Angelegenheit Japans allein, sondern der gesamten Staatengemeinschaft. Die EU-Staats- und Regierungschef sollen umgehend schärfsten bei der japanischen Regierung Protest einlegen. Bundeskanzler Faymann und Außenminister Kurz sollen umgehend offiziellen Protest bei der japanischen Regierung einlegen und umgehend japanischen Botschafter zu sich zitieren.

Tepco will die Einleitung des radioaktiven Wassers verharmlosen und behauptet, das Wasser werde ohnehin vorher gefiltert. Es wird aber befürchtet, dass die Maßnahme das Leben in den Meeren noch stärker schädigt als dies ohnehin schon der Fall ist, berichten die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ (siehe Link unten). Amerikanische Forscher stellten demnach bereits rätselhafte Erkrankungen bei Alaska-Robben fest, die sie auf eine Verstrahlung des Pazifiks zurückführen. Zudem wurden Millionen toter Seesterne an den Küsten der USA angespült.

Tepco versucht diese Bedenken zu zerstreuen und versichert, man werde Richtwerte genau einhalten. Doch das sicherte das Unternehmen schon einmal zu und wurde dann dabei ertappt, wie es Strahlenwerte manipulierte, um eine öffentliche Panik zu vermeiden. Angesichts der Pannenserie rund um das Filtersystem ist es zweifelhaft, ob Tepco überhaupt technisch in der Lage sei, das Wasser effektiv zu filtern.

Japans Premierminister Shinzo Abe (mit dem roten Helm) begutachtet die Wassertanks.
Foto: © REUTERS

Links zu internationalen Medienberichten:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fruehaufsteher/tepco-oeffnet-leitungen-wasser-aus-fukushima-wird-in-den-pazifik-geleitet-12887090.html

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/29/atom-lobby-oeffnet-die-schleusen-fukushima-bedroht-den-pazifik/

http://www.japantimes.co.jp/news/2014/04/05/national/tepco-to-start-diverting-fukushima-groundwater-to-sea-in-may/

http://www.theguardian.com/environment/2014/mar/10/fukushima-operator-dump-contaminated-water-pacific

via Eva Glawischnig, Facebook

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3 Kommentare

    • Radioaktives Wasser lassen sie ja schon länger ins Meer – auch wenn sie immer sagen sie hätten alles im Griff – es war jetzt lange ruhig um die Angelegenheit … vielleicht sind die Schleusen längst offen. So wie ich Tepco einschätze geben die die Info nicht vorher an die Medien sondern erst 3 Wochen nachdem es passiert ist.

      Sobald es eine Online Petition gibt, poste ich den Link.

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      • Da könntest du recht haben, dass die solche Nachrichten erst verspätet weitergeben 😦 Die ganze Fukushima-Sache zeigt, dass große Konzerne Umweltkatastrohenfällen einfach nicht gewachsen sind, auch wenn sie das Gegenteil behaupten. Mit dem Worst-Case rechnen die Kostengründen erstmal gar nicht.

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