Alles was wir wollen mit einer Karte

Wenn du z.b. für Renovierungsarbeiten an deinem Haus einen Kredit, von sagen wir, 100.000 EUR benötigst, dann weißt du, dass dein persönlicher Bankberater diesen Kredit vielleicht genehmigt. Du gehst zu ihm, erzählst ihm, was du vorhast, und er fragt „Gibt es Sicherheiten?“

„Ja, das Haus. Das ist ohnehin schon mit einer Hypothek belastet“.

„Okay, geht in Ordnung.“

Was passiert auf einer Bank, die dir einen Kredit gegeben hat? Der Bankbeamte verbucht 100.000 EUR vom Konto der Bank auf dein Konto, das ebenfalls bei dieser Bank eingerichtet ist. Das heißt, die 100.000 EUR haben die Bank nie verlassen. Das virtuelle Geld ist nur von einem Konto auf das andere verschoben worden. Jetzt hast du dein Guthaben von 100.000 EUR auf deinem Konto und schuldest der Bank diese Summe.

Die Handwerker kommen zu dir und sanieren das Haus. Sie stellen eine Rechnung über 100.000 EUR. Du überweist das Geld von deinem auf das Konto der Handwerker, die ebenfalls nur Zahlen in einem Computer erhalten. Falls die Handwerksfirma ihr Konto bei derselben Bank hat wie du, hat das Geld diese Bank niemals verlassen.

Wenn das Konto der Firma bei einer anderen Geschäftsbank eingerichtet ist, dann steht diese natürlich in Zusammenhang mit den anderen Banken, da es entsprechende Geldkreisläufe zwischen den Banken gibt.

In jedem Fall aber erhalten die Handwerker bei der Überweisung von 100.000 EUR im Grunde nur Zahlen in Computern. Das heißt, die Bank hat niemandem Geld gegeben. Dennoch schuldest du der Bank plötzlich die betreffende Summe.

Im Gegensatz zur Bank kannst du selber aber nur Geld machen, indem du arbeitest. Du musst jetzt 100.000 EUR erarbeiten, weil du glaubst, du schuldest der Bank so viel Geld.

In Wirklichkeit schuldet die Bank dir etwas, weil sie dir nie 100.000 EUR gegeben hat. Sie hat nur Zahlen in einen Computer eingetippt, Solltest du an dem Tag, an dem du den Kredit bekommst, die 100.000 EUR in bar abheben, dann schuldest du der Bank diese Summe. Solange du das nicht tust, ist es umgekehrt, und die Bank schuldet dir die Summe.

Das ist vielleicht etwas überspitzt formuliert, aber im Prinzip ist es tatsächlich so, dass Banken einfach Geld erzeugen können. Das geht natürlich nur mit virtuellem Geld. Mit Scheinen und Münzen wäre das unmöglich, denn dann müssten sie ja Geld fälschen oder kopieren. Nur mit virtuellem Geld funktioniert das Spiel der Banken.

Daher glaube ich, dass System dahintersteckt, wenn uns die Banken das Bargeld wegnehmen wollen. Eines Tages wird es so sein, dass man gewisse Zahlungen – zum Beispiel über 2.500 EUR – nicht mehr bar tätigen darf, sondern nur mehr übers Konto. Und irgendwann werden wir uns total zufrieden damit fühlen, kein Bargeld mehr zu benötigen, sondern nur mehr eine Karte einstecken zu müssen, mit der wir alles erhalten, was wir wollen.

 

Auszug aus „Leb wohl, Schlaraffenland!“ (Roland Düringer, Clemens G. Arvay)

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3 Kommentare

  1. Das Ganze funktioniert ja auch nur, so lange die Menschen an ‚Geld‘ glauben. Und wahrscheinlich haben die Banken und die, die dahinter stehen, davor Angst, Angst vor einem Run. Mit einer Karte könnte das nicht in dem Ausmaß passieren und sie hätten noch mehr Möglichkeiten, uns zu manipulieren 😦

    Gefällt 2 Personen

      • Das sehe ich auch so. Ich habe nur eine einzige, von einem Möbelhaus. Und ständig wird man gefragt, z.B. wegen Payback. Wenn George Orwell aus dem Grab aufstünde … er würde schreiend davon laufen. Der Überwachungsstaat ist schon ziemlich weit gediehen.

        Gefällt 1 Person

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