Ein durchtrenntes Kabel führte zur Unterbrechung der Kühlung. Tepco unter Druck.

Foto: AP/David Guttenfelder

Die Pannen in der Atomruine Fukushima reißen nicht ab: Wegen eines Ausfalls des Kühlsystems für das Abklingbecken Nummer 4 mussten die Arbeiten zur Auslagerung von Brennstäben am Dienstag vorübergehend ausgesetzt werden, wie der Betreiberkonzern Tepco bekanntgab. Arbeiter hatten ein Kabel beschädigt, woraufhin Alarm ausgelöst wurde. Das Kühlsystem lief am Nachmittag wieder. Die Temperatur in dem Becken sei unter der vorgeschriebenen Grenze von 65 Grad geblieben, versicherte Tepco. Der Betreiber hatte im November damit begonnen, rund 1.500 Brennstäbe aus dem Abklingbecken des beschädigten Reaktorgebäudes 4 zu bergen.

Erst in der vergangenen Woche waren aus einem Speichertank auf der Atomanlage mindestens 100 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten. Es handelte sich um das größte Leck, seit im August rund 300 Tonnen Wasser aus einem anderen Tank gesickert waren. Die Atomaufsicht warf Tepco schlampiges Management vor, wie die Zeitung „Tokyo Shimbun“ am Dienstag meldete.

Das neue Leck sei Folge einer unsachgemäßen Ventilinstallation gewesen, wodurch der Tank übergelaufen sei. Außerdem sei der Wasserstand der Tanks nicht richtig kontrolliert worden. Tepco habe eingeräumt, dass Arbeitskräfte in einem Kontrollraum das Problem nicht früh genug erkannt hätten.

http://kurier.at/politik/weltchronik/kuehlsystem-in-fukushima-ausgefallen/53.072.927

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